Die Lotsinnen und Lotsen koordinieren die verschiedenen Versorgungsangebote und stehen Betroffenen als zentrale Ansprechpersonen zur Seite. Damit ergänzen sie die bestehende medizinische Versorgung, ohne sie zu ersetzen. Der Start der Pilotphase ist für Herbst 2026 geplant.
Im Rahmen des Modellvorhabens werden speziell qualifizierte Patientenlotsen erste Menschen mit ME/CFS aus Bielefeld und deren Angehörige über einen festgelegten Zeitraum begleiten. Die Fallzahlen, der Personalumfang und die Begleitungsdauer werden im Projektverlauf weiter konkretisiert und bei Bedarf an erste Erkenntnisse und regionale Rahmenbedingungen angepasst.
Ziel ist eine bedarfsgerechte und patientenzentrierte Koordination der Versorgung, die dazu beiträgt, Angehörige zu entlasten und die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verbessern. Dabei baut der Fatigatio e. V. auf den Erfahrungen der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe auf. Die Stiftung setzt sich seit Jahren erfolgreich für die Etablierung von Patientenlotsen sowie deren Überführung in die Regelversorgung ein.
Langfristig entwickelt der Fatigatio e. V. mit dem ME/CFS-Lotsenprojekt ein evidenzbasiertes Versorgungsmodell, das perspektivisch in die Regelversorgung überführt werden und auf andere komplexe chronische Erkrankungen übertragbar sein soll.
Wichtige Meilensteine des Projekts:
- Sommer 2025: Beginn der Projektentwicklung und erste konzeptionelle Arbeiten auf ehrenamtlicher Basis
- September 2025: Start der strategischen Partnerschaft mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und Vorstellung des Versorgungskonzepts
- November 2025: Präsentation des Lotsenansatzes beim 4. Tag der Patientenlotsen in Berlin
- März 2026: Beginn der Umsetzung unter neuer hauptamtlicher Projektleitung
- Sommer 2026: Beginn der Suche nach den ersten ME/CFS-Lotsen für die Pilotregion Bielefeld
Grundlage des Patientenlotsenmodells ist das professionelle Care und Case Management nach Standards der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC). Dieses versteht Versorgung als einen patientenzentrierten, strukturierten und kontinuierlichen Prozess. Dabei stehen die individuelle Lebenssituation und der konkrete Unterstützungsbedarf der Betroffenen im Zentrum. Ziel ist es, die vorhandenen Ressourcen aller Beteiligten wirksam miteinander zu verbinden.
Wir werden Sie regelmäßig über den weiteren Fortschritt des Lotsenprojekts informieren.
Energiespartext:
Der Fatigatio e. V. entwickelt ein Lotsenprojekt für Menschen mit ME/CFS in der Modellregion Bielefeld.
Ab Herbst 2026 begleiten geschulte ME/CFS-Lotsen die ersten Betroffenen und ihre Angehörigen. Sie helfen dabei, Versorgung zu koordinieren, Informationen zu bündeln und passende Unterstützung zu finden.
Das Ziel: mehr Orientierung, weniger Belastung und eine bessere Zusammenarbeit im Versorgungssystem.
Die ersten Schritte sind gemacht. Derzeit werden die ersten Lotsen für die Pilotphase gesucht.