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Das Coronavirus schickt unsere Zellen in den Lockdown (spektrum.de)

Datum: 20.07.2020 Kategorie: 07 Fatigatio e.V. Autor: MKK (kanter)

Das Coronavirus legt offenbar die Proteinproduktion in unseren Zellen lahm. Forscher haben sich genau angeschaut, wie es das bewerkstelligt. Vielleicht könnten hier neue Medikamente ansetzen.

Wenn Sars-CoV-2 menschliche Zellen befällt, verstopft es dort offenbar die Proteinfabriken. Dadurch können die Zellen schlechter neue Proteine herstellen – inklusive jener, die für die Immunabwehr notwendig sind. Wie das vonstattengeht und womit man der Lockdown-Strategie des Virus womöglich Einhalt gebieten könnte, hat nun ein Team um den Virologen Konstantin Sparrer vom Universitätsklinikum Ulm und den Biochemiker Roland Beckmann von der Ludwig-Maximilians-Universität München herausgefunden. Ihre Ergebnisse erscheinen aktuell in der Fachzeitschrift »Science«.

Dass andere Coronaviren unsere Proteinfabriken, die Ribosomen, manipulieren, war bereits bekannt. Ob Sars-CoV-2 das auch kann und wie die Blockade wohl aussieht, untersuchte das Team um Sparrer und Beckmann nun mit Hilfe hochauflösender Bildgebungsverfahren. Dabei stießen sie auf ein Sars-CoV-2-Protein namens Nsp1. Es blockiert den Kanal, durch den die mRNA – das ist die Bauanleitung für Proteine – ins Ribosom gelangt. Das führt offenbar dazu, dass das Erbgut nicht übersetzt werden kann, wie das Team an menschlichen Zellkulturen beobachtete. Den Zellen fehlen dadurch wichtige Proteine, zum Beispiel Interferone, die sie im Fall einer Infektion herstellen, um das Immunsystem hochzufahren. Das hilft dem Virus wahrscheinlich dabei, sich ungestört im Körper zu vermehren.

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