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Die NK-Zell-Funktion: Ein Biomarker für Chronisches Fatigue Syndrom?!

Auszug: IMD-Newsletter April 2013

Die NK-Zell-Funktion: Ein Biomarker für Chronisches Fatigue Syndrom?!
Zahlreiche Studien belegen veränderte Immunfunktionen bei Patienten, die am Chronischen Fatigue Syndrom (CFS) leiden – inwiefern diese Laborparameter jedoch im Krankheitsverlauf variieren, war bisher unbekannt. Nun legen neue Daten nahe, dass die Aktivität der Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) über den Krankheitsverlauf dauerhaft erniedrigt ist und damit als Biomarker für CFS genutzt werden könnte (Brenu et al., Journal of Translational Medicine 2012; 10: 88). Die australische Studie verfolgte bei 65 CFS-Patienten und 21 Kontrollprobanden über einen Verlauf von 12 Monaten die Zahl und Aktivität der NK-Zellen sowie die Serumspiegel der Zytokine TNF-alpha, IFN-gamma, IL-2, IL-10 und IL-17A. Während sich die NK-Zellzahl und die Zytokinspiegel im Krankheitsverlauf veränderten, blieb die Aktivität der NK-Zellen über den gemessenen Zeitraum signifikant erniedrigt und könnte daher als differentialdiagnostischer Anhaltspunkt genutzt werden (Analyse 6, Schein „Spezielle Immundiagnostik“).
Unklar bleibt, ob die verminderte NK-Zell-Funktion etwa eine kausale Rolle im Pathomechanismus spielt oder ob es sich vielmehr um ein Epiphänomen einer chronisch-entzündlichen Erkrankung handelt.

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